Nach dem Vorbild Bundesliga: Revolution in der Premier League?

Die Premier League steht vor einer großen Revolution und es schneit so, als wenn sich hier die Bundesliga als Vorbild genommen wird. Bestandteil der möglichen Änderungen ist die Reduzierung der Premier League auf 18 Vereine. Bis jetzt spielen hier eigentlich 20 Clubs die Meisterschaft unter sich aus. Durch die Reduzierung der Teilnehmer, kann man die Spieler auf eine Saison hinaus einige Spiele ersparen, sodass Verletzungen seltener vorkommen sollten. Zudem soll noch ein Pokalwettbewerb abgeschafft werden, was den gleichen Effekt auf die Spieler und die Teams haben sollte. Eine weitere Überarbeitung der Auf- un Abstiegsregelungen steht zudem auch auf dem Zettel.

Diese Änderungen stehen wohl schon seit 2017 auf dem Zettel der Verantwortlichen. Mittlerweile gibt es aber immer mehr Verfächter dieser Regelungen. Allen voran ist hier Manchester United und der FC Liverpool mit dem deutschen Trainer Jürgen Klopp zu benennen. Vor allem weil man durch die beiden Pokalwettbewerbe und die größere Liga im Vergleich zu den anderen Top Ligen in Europa eine höhere Belastung der Spieler hat, unterstützen diese Clubs die Änderungen. Es wird erhofft, dass durch die ersparen Spiele der Fokus mehr auf das internationale Geschäft gelegt werden kann und man mit fitteren Spielern konkurrenzfähiger ist als zuletzt. Bei einigen Spielern kommt noch eine Welt oder Europameisterschaft zwischen den Spielzeiten hinzu, sodass sich der Körper bei der hohen Belastung nicht mehr richtig regenerieren kann. Mit den Änderungen soll das der Vergangenheit angehören.

Die Premier League selbst ist von den Plänen nicht begeistert. Dies ist auch einfach nachzuvollziehen, da hier viele Spiele entfallen und so bei den Verhandlungen um die TV-Rechte eine schlechte Basis geschaffen wäre. Die Plane liegen zwar schon lange in den Schubladen, aber sind trotzdem noch weit davon entfernt umgesetzt zu werden. Hier muss man abwarten welche der beiden Seiten sich durchsetzt und wer am Ende davon profitieren kann. Vor allem die kleineres Vereine, die auch auf die Gelder aus den Pokalwettbewerben angewiesen sind, wäre hier einer der Verlierer. So kann man davon ausgehen, dass sich gerade diese Vereine gegen die Einführung solcher Reglungen stellen werden. Aus Erfahrung kann man aber sagen, dass gerade die großen Vereine die an der Spitze der Liga stehen einen deutlich höheren Einfluss auf die letztlichen Entscheidungen haben, als die kleinen Vereine in England. Es bleibt also spannend wie es sich innerhalb der Premier League in den nächsten Jahren weiterentwickelt.